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14.01.2012, 17:00 Uhr | Thüringer Allgemeine / Jürgen Wand Übersicht | Drucken
Kühler ist wieder Vorsitzender des Stadtverbandes der CDU




Eigentlich hatte er angekündigt, nicht wieder zu kandidieren. Und doch setzte sich Tobias Kühler knapp gegen Ines Goldmann bei der Wahl zum Vorsitzenden des Stadtverbandes der CDU durch.

Noch zu tief saß wohl der Schmerz über das Scheitern bei der Wahl des OB-Kandidaten der CDU. Auch über eine Rücktrittsforderung seines Schatzmeisters ärgerte er sich. Der hatte ihm in einer internen Angelegenheit eine nicht korrekte Vorgehensweise vorgeworfen. Doch in der Bilanz seiner Arbeit über die vergangenen zwei Jahre überwog das Positive, wie er selbst einschätzte.

Das bekräftigten dann auch viele in der Aussprache. Noch nie sei im Stadtverband so viel passiert wie unter seiner Führung. Daher wurde er aufgefordert, seinen Schritt noch mal zu überdenken. Selbst der Fraktionschef im Stadtrat, Bernd Röttig, mit dem er nicht immer einer Meinung ist, lobte seine Führungsarbeit und sprach von einem Glücksgriff für die CDU.

Und so kam, was sich am Donnerstagabend im "Ratskeller" viele wünschten: Tobias Kühler (40) nahm seine Entscheidung zurück. Er trat gegen seine bisherige 1. Stellvertreterin, Ines Goldmann (53), wieder um den Vorsitz an. Die kandidierte auch nur, weil ihr "Chef" zunächst nicht mehr wollte.

Kühler gewann mit 22 gegen 19 Stimmen, beide lagen sich anschließend in den Armen. Die Herausforderin setzte sich bei der Wahl um den 1. stellvertretenden Vorsitz gegen Steffen Keyser (32) klar durch. Der wurde zweiter Stellvertreter.

Zuvor ging es in der von Thomas Kretschmer souverän geleiteten Wahlversammlung sehr lebhaft zu. Vor allem Röttig polarisierte und erregte die Gemüter, als er Einzelne aus seiner Fraktion harsch maßregelte. Es hätten sich Parallelstrukturen gebildet und einige nicht an die Fraktionsdisziplin gehalten. Konkret nannte er auch Goldmann. Die aber konterte und schrieb ihm ins Stammbuch, auch künftig das Wohl der Stadt über das der Partei zu stellen. Außerdem behalte sie sich vor, eine eigene Meinung zu haben.

Zum Auftakt der Mitgliederversammlung hatte sich der nominierte Landratskandidat Jürgen Ziegenfuß kurz vorgestellt, der auf dem Weg zu einer Veranstaltung in Bickenriede war. Am kommenden Freitagabend soll er in Höngeda in einer gemeinsamen Mitgliederversammlung von CDU und FDP offiziell aufgestellt werden.



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