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30.01.2012, 10:20 Uhr | Thüringer Allgemeine / Britt Mandler
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Kreis-CDU lud Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht zum Neujahrsempfang nach Herbsleben ein
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| "Zeit für Zusammenhalt" (eigene Quelle) |
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Deutliche Worte für die finanzielle Situation des Landkreises fanden am Samstag die Gäste des Neujahrsempfangs der Kreis-CDU sowie des Herbslebener CDU-Ortsvereins. Sie reagierten damit auf die Aussage des Juso-Chefs Oleg Shevchenko, es sei unwahr, dass der Kreis ein Insolvenzfall sei.
Herbsleben. "130 Millionen Euro Schulden auf Landkreisebene rauben jeder Kommune die Luft zum Atmen", betonte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht . Dieser Kassenstand sei ein Ausdruck jahrelanger, fehlgeleiteter Politik und der Weigerung, rechtzeitig Konsolidierungsmaßnahmen einzuleiten, kritisierte sie den SPD-Landrat Harald Zanker .
CDU-Kreischefin Annette Lehmann schlug in dieselbe Kerbe. "Natürlich ist der Kreis ein Insolvenzfall. In den vergangenen Monaten konnten die Löhne und Gehälter der Kreisangestellten sowie Hartz IV nur ausgezahlt werden, weil der Freistaat sechs Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat. Das darf nicht vergessen werden", mahnte sie. Sehr deutlich machten die Christdemokraten, dass sie gemeinsam mit der FDP unbedingt eine Wende an der Kreisspitze herbeiführen wollen. "Nur so gelingt es uns, den Kreis wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen."
Der Mann, der es richten soll, ist Jürgen Ziegenfuß . Er wird von beiden Parteien als gemeinsamer Kandidat ins Rennen geschickt. Die Landes-CDU werde ihn nach Kräften unterstützen, versicherte Lieberknecht. Zumal sie Ziegenfuß seit Jahren kenne und schätze. "Er ist nicht nur ein angenehmer, sondern auch ein kompetenter Mann. Wenn jemand den Kreis aus der Krise führen kann, dann er." Ziegenfuß benannte einige Projekte, die ihm vorschweben. So möchte er gerne einen Fachhochschulgang nach Mühlhausen holen: Hygiene- und Qualitätsmanagement für den sozialen und medizinischen Bereich. Den Standort im Unstrut-Hainich-Kreis hält er für ideal. Denn neben den Universitäten Jena und Göttingen gibt es in der Region das Hufeland-Klinikum, das Hainich-Klinikum, das Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie sowie das Landesamt für Lebensmittelsicherheit als Kooperationspartner.
Unterstützung erbat sich Ziegenfuß bezüglich der Kreisverwaltung. Die Mitarbeiter müssten neu motiviert, vor allem aber intensiv geschult werden. Das sei jahrelang vernachlässigt worden. Das Land könnte hier Schützenhilfe leisten, schlug er vor. Das sagte ihm Lieberknecht spontan auch zu. "Gut ausgebildete Fachleute sind nötig", betonte sie. Auch schätze sie die Idee, neue Bildungsangebote zu schaffen. Nur so könne es gelingen, junge Leute im Kreis zu halten und neue herzuholen. Auf dem Neujahrsempfang stellten sich auch die Bürgermeisterkandidaten der CDU vor. Volker Bade tritt in Mühlhausen an, Reinhard Mascher in Herbsleben, Andreas Henning in der neu gegründeten Landgemeinde Südeichsfeld und Sylvia Geißler in Dünwald. Thüringenweit schickt die CDU in den nächsten Wochen rund 70 Kandidaten ins Rennen, verriet Christine Lieberknecht .
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